Digitalisierung an der Universität Bern

Konkrete Massnahmen

Die Stossrichtungen werden mittels Massnahmen (Initiatives) realisiert. Hinweis: An dieser Stelle lediglich ein grober Beschrieb der Massnahmen. Zuständigkeiten, Termine etc. werden im Rahmen der Aktualisierung (bis ca. Q2/2021) der Digitalisierungsstrategie ergänzt.

Die Universität Bern stellt sicher, dass alle Studierenden während ihres Studiums digitale Kompetenzen erlernen. Digital Literacy umfassen algorithmisches Denken, Fähigkeiten zur Datenanalyse und ein generelles Verständnis der Chancen und Risiken der Digitalisierung. Dazu werden einerseits disziplinübergreifende Lerneinheiten zu technischen und gesellschaftlichen Aspekten (u.a. kritische Aspekte der Digitalisierung wie bspw. Rechtliches, Ethik und Nachhaltigkeit) angeboten, an denen Studierende aus allen Fachrichtungen teilnehmen können. Andererseits schaffen die Fakultäten disziplinspezifische Kursinhalte und integrieren diese in ihre Studiengänge.

Die Universität Bern motiviert und befähigt ihre Dozierenden zum Einsatz innovativer Technologien und dem kritischen Umgang damit. Dozierende sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Know-how bezüglich der digitalen Transformation auszubauen (bspw. rechtliche Grundlagen, technische Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Digitalisierung). Dadurch können auch Good-Practices in der Lehre ausgetauscht werden.

Die Universität Bern schafft eine zentrale Einheit, welche für die Weiterentwicklung der Lehrmethoden (für Lehre und Weiterbildung), für die Weiterbildung der Dozierenden bezüglich «Digital Literacy» und den Support zuständig ist.

Die Universität Bern fördert das agile Studium durch die Einführung von flexibel wählbaren Studieninhalten und durch die Schaffung neuer Formen von (teil-)virtualisierten Studiengängen. Es werden bedürfnisorientierte Angebote von Kursen (u.a. projektbasierte Arbeiten) geschaffen, sodass die Studierenden eine individuelle Auswahl treffen können. Die Universität Bern fördert dazu den Einsatz von digitalen Hilfsmitteln in der Lehre. Es werden u.a. Modelle wie Inverted Classroom, Video Podcasts und elektronische Prüfungen gefördert.

Die Universität Bern schafft ein Angebot, durch das Peer-to-Peer-Learning von «Digital Skills» ermöglicht wird. Es sind sowohl Studierende als auch Dozierende, Forschende und Verwaltungsmitarbeitende angesprochen, sich in einer Art Tandem für verschiedenste Bereiche gegenseitig weiterzubilden. So werden durch die Digitalisierung die Vernetzung und der Austausch zwischen den Mitarbeitenden gefördert. Im Weiteren sollen die Studierenden und Lehrenden ein attraktives Angebot für unterschiedlichste Kollaborationsmöglichkeiten nutzen können.

Die Fakultäten schaffen Digitalinitiativen (wie bspw. Science IT Support ScITs der Phil.-Nat. Fakultät) und bilden Ansprechstellen innerhalb der Fakultäten. Dazu konsolidieren die Fakultäten die Bedürfnisse ihrer Mitglieder. Die fakultären Ansprechstellen stehen in regelmässigem Austausch miteinander.

Die Universität Bern berücksichtigt einerseits bei der Erneuerung der Räume die Infrastrukturvoraussetzungen für neue Kursangebote und -formen bezüglich Digitalisierung. Andererseits wird in den Hörsälen durch geringe Investitionen die notwendige Infrastruktur geschaffen, damit die Studierenden täglich mehrere aufeinanderfolgende Stunden ihre Laptops, Tablets etc. verwenden können. Dabei wird auf ressourcenschonende Beschaffung, Betrieb und Entsorgung geachtet.

Die Universität Bern erweitert das Angebot der Informatik-Infrastruktur für Studierende, Dozierende und Forschende bezüglich Datenspeicherung, Dateiaustausch, Adressverwaltung, Barrierefreiheit, Videokonferenzen, etc. Standardisierbare Server-Angebote (Datenbank, Datenverarbeitung etc.) werden für die Forschung weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellt (Infrastructure as a Service). Der vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) als Voraussetzung für die Eingabe eines Projektantrages geforderte «Data Management Plan» wird implementiert. Die Mitarbeitenden werden umfassend über bestehende und neue Angebote informiert und falls nötig geschult. Dabei wird auf ressourcenschonende Beschaffung, Betrieb und Entsorgung geachtet.

Die Universität Bern fördert digitale Angebote der Bibliotheken (e-Medien/e-Content/Plattformen für digitalisierte Inhalte/Retrodigitalisierung) und Tools/Infrastrukturen und erleichtert damit den freien Zugang zum digitalisierten Wissen.

Die Universität Bern schafft eine modular aufgebaute Campus Mobile App und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Mit der App erhalten alle Anspruchsgruppen relevante Informationen und können personalisierte Dienste nutzen.

Die Universität Bern optimiert ihre Geschäftsprozesse inhaltlich und technologisch, in dem zunächst die Abläufe vereinfacht und danach digitalisiert werden. Sie schafft Orientierung über die verschiedenen Prozesse und vermeidet Medienbrüche.

Die Universität Bern bildet die Mitarbeitenden in der Verwaltung weiter, damit sie die Möglichkeiten und Tools der Digitalisierung nutzen können sowie ein Verständnis bezüglich Datenverarbeitung und Software-Systemen entwickeln. Besonderes Augenmerk wird auf die Digital Immigrants unter den Mitarbeitenden gelegt.

Die Universität Bern schafft die Stelle «Digital Officer», welche die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie koordiniert und evaluiert. Die Person steht in ständigem Austausch mit den Digital-Ansprechstellen der Fakultäten und weiteren an der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie beteiligten Anspruchsgruppen. Sie stellt die Kohärenz der Digitalisierungsstrategie mit der Gesamtstrategie der Universität und weiteren Strategien sicher.

Die Universität Bern schafft ein virtuelles «Kompetenzzentrum Digitale Transformation» zur internen Vernetzung von Forschenden, Dozierenden und der Universitätsverwaltung zur Thematik der Digitalisierung. Dadurch werden die bestehenden Fachkompetenzen und Projekte verknüpft und sichtbarer gemacht. Das Kompetenzzentrum forscht selbständig zu interdisziplinären Themen der digitalen Transformation. Ausserdem bietet das Kompetenzzentrum Dienstleistungen für interne und externe Anspruchsgruppen rund um Digitalisierung an.

Die Universität Bern schafft fächerübergreifende Kurzweiterbildungen zu Digitalthemen und Digital Literacy. Längerfristig werden diese Weiterbildungskurse in die modularisierte Struktur der Weiterbildung eingebettet. Mitarbeitende der Universität Bern können ebenfalls an diesen Kursen teilnehmen. Darüber hinaus soll auf diese Art der Weiterbildung auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre gefördert werden. Ein Pool von Digital Literacy Kursen wird geschaffen, welche die Weiterbildungsprogramme einbinden können.

Die Universität Bern bietet regelmässig Veranstaltungen für interne und externe Anspruchsgruppen an, die über aktuelle Herausforderungen und kritische Aspekte der Digitalisierung (Datenschutz, Urheberrecht, Nachhaltigkeit, ethische Fragen etc.) informieren und reflektieren. Es wird dabei für Forschende, Dozierende und Studierende eine Plattform geschaffen, um ihre Themen der Öffentlichkeit zu präsentieren und so die Sichtbarkeit der Digital-Aktivitäten der Universität Bern zu fördern.

Die Universität Bern fördert die Forschung zu den Auswirkungen der Digitalisierung und setzt diesbezügliche Schwerpunkte. Sie setzt mit ihrer Forschung Impulse bei der Weiterentwicklung und beim Umgang mit der Digitalisierung. Die Universität Bern regelt die Langzeitsicherung von digitalen Forschungsdaten und partizipiert dabei an national und international laufenden Prozessen, um die nachhaltige Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der an der Universität betriebenen Forschungen zu sichern. Forschungsaktivitäten und Forschungserfolge an der Universität Bern werden vermehrt mittels Podcasts sowohl einem akademischen wie nichtakademischen Publikum kommuniziert, um die internationale Sichtbarkeit der Universität Bern wie auch ihre regionale und lokale Verankerung zu fördern.

Die Universität Bern fördert Open Science (u.a. Research Data Management and Sharing, Open Access, Zugang zur Forschungsinformationen) und erleichtert somit die Schaffung, die Verbreitung und den Zugang zu digitalem Wissen.

Die Universität Bern schafft modularisierte und personalisierte Weiterbildungsmöglichkeiten, um auf den raschen Wandel der Arbeitswelt in der digitalen Transformation reagieren zu können. Es wird ein fakultätsübergreifendes Baukastensystem für die Weiterbildung entwickelt, in dem Neuentwicklungen und Anpassungen der einzelnen Module rasch möglich sind. So können einerseits Time-to-Market und andererseits Qualitätsansprüche eingehalten werden.

Die Universität Bern passt bestehende Weiterbildungsangebote an die digitale Arbeitswelt an. Dazu können u.a. fachspezifische Kurzweiterbildungen zu Digitalthemen für bestehende Weiterbildungskurse eingebaut werden. Diese können auch als eigenständige Blockkurse angeboten werden.

Die Universität Bern nutzt die Digitalisierung zur Förderung und Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele.